Mars Ultor
Im Jahr 2079 kontrollieren mächtige Konzerne eine von Krisen gezeichnete Welt. Major Dener und sein Team geraten bei einer Mission für Wayaki Industries in eine weitreichende Intrige. Als der Kontakt zu Stationen auf dem Mars abbricht, führt ihr Auftrag sie ins All – und zu einer tödlichen Gefahr, die niemals die Erde erreichen darf.
Meine Meinung
Eindruck: Mars Ultor ist ein packender Cyberpunk-Thriller, der stilistisch deutlich an Blade Runner erinnert und atmosphärisch Elemente aus Alien und Prometheus aufgreift. Die Mischung aus Cyberpunk-Action, Sci-Fi und mystischen Momenten ist grundsätzlich sehr reizvoll.
Allerdings braucht die Geschichte etwas Zeit, bis die verschiedenen Erzählfäden wirklich ineinandergreifen. Die Charaktere sind interessant und gut beschrieben, dennoch hatte ich zwischendurch das Gefühl, dass eine der Richtungen – sei es Action, Sci-Fi oder Mystik – noch etwas mehr Raum hätte bekommen können.
Finale & Fazit: Das Finale hat es dafür absolut in sich. Hier fühlt man sich plötzlich mitten in einem emotional aufgeladenen Hollywood-Blockbuster – inklusive großer Bilder und Taschentuchmomenten. Diese starke Schlussphase entschädigt deutlich für die vorherigen Durststrecken.
Mein persönliches Highlight ist jedoch eindeutig der Sprecher: Tim Gössler. Er ist ein Meister seines Fachs und trägt das Hörbuch mit Präsenz, Timing und emotionaler Tiefe. Allein seine Performance macht Mars Ultor hörenswert.
Trotz kleiner Abstriche ist Mars Ultor ein Hörbuch, das mir extrem viel Spaß gemacht und mich zugleich nachdenklich zurückgelassen hat.
