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Archivreihe · 5 Fragen an …

Interview-Akte

Pia Herzog

Autor
KrimiStimmen & Geschichten · NebelEcho

Pia Herzog schreibt Kriminalromane und entdeckte ihre Leidenschaft für das Schreiben während der Corona Pandemie. In unseren „5 Fragen an …“ erzählt sie von eigensinnigen Figuren, ihrer Freude am Erfinden von Geschichten und davon, warum Bücher uns die Welt mit anderen Augen sehen lassen.

Ursprünglich veröffentlicht: 15.10.2026

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Wer bist du und was machst du?

Ich bin jemand, der gerne genauer hinschaut. Mich interessieren Menschen, ihre Geschichten und die Dinge, die oft zwischen den Zeilen passieren. Was ich mache, hat viel mit Kreativität, Neugier und dem Wunsch zu tun, etwas zu schaffen, dass bei anderen Menschen ankommt am liebsten auf eine Weise, die nicht nur für einen kurzen Moment Aufmerksamkeit erzeugt, sondern etwas hinterlässt.

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Wie bist du zu deiner Leidenschaft gekommen?

Eigentlich ziemlich spät. Während der Corona Pandemie habe ich angefangen zu schreiben. Aus einer Beschäftigung wurde eine Leidenschaft, die mich seitdem nicht mehr loslässt. Ich hatte schon immer Freude an guten Geschichten, aber irgendwann wollte ich nicht mehr nur lesen, was andere sich ausdenken. Ich wollte meine eigenen Figuren erschaffen, ihnen Geheimnisse mitgeben und sehen, wohin sie mich führen. Dass daraus einmal richtige Bücher werden würden, hätte ich anfangs selbst nicht gedacht.

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Was begeistert dich an deiner Arbeit am meisten?

Dass ich Menschen und ihre Schicksale erfinden kann. Ich entscheide, wer etwas zu verbergen hat, wer die Wahrheit sagt und wer vielleicht ganz anders ist, als es zunächst scheint. Besonders liebe ich die Momente, in denen eine Geschichte plötzlich eine unerwartete Richtung nimmt. Manchmal entwickeln meine Figuren nämlich einen erstaunlichen Eigensinn. Und wenn Leser mir erzählen, dass sie mein Buch nicht aus der Hand legen konnten, ist das natürlich ein wunderschönes Kompliment.

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Womit kannst du am besten abschalten, wenn du gerade nicht kreativ bist?

Ich reise gerne und entdecke neue Orte. Dabei sammle ich ganz nebenbei Eindrücke, die später einmal in meinen Geschichten auftauchen. Ich genieße es aber auch, einfach mal nichts tun zu müssen und den Alltag hinter mir zu lassen. Wobei das mit dem abschalten bei einer Krimiautorin so eine Sache ist. Man sieht einen interessanten Menschen, hört einen ungewöhnlichen Satz oder entdeckt einen Ort, und schon beginnt im Kopf die nächste Geschichte.

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Warum brauchen Menschen Geschichten?

Weil Geschichten uns miteinander verbinden. Sie helfen uns, andere Menschen zu verstehen, und selbst wieder zu erkennen und manchmal auch die Welt mit anderen Augen zu sehen. Eine gute Geschichte muss nicht immer groß oder spektakulär sein. Manchmal reicht ein kleiner Moment der etwas in uns berührt. Ich glaube, wir brauchen Geschichten, weil Fakten uns erklären können, was passiert ist, aber Geschichten uns spüren lassen, was es bedeutet. Und manchmal ist es einfach herrlich, sich mit einem guten Buch zurückzuziehen und die Welt um sich herum zu vergessen.

Vielen Dank, Pia, dass du dir die Zeit für unsere fünf Fragen genommen hast. Wir wünschen dir weiterhin viel Freude beim Erschaffen spannender Geschichten und natürlich viele begeisterte Leserinnen und Leser.